Mein Austritt aus der Piratenpartei

Nein, dies ist keiner dieser zahlreichen wie überflüssigen Beiträge, die nur erklären, dass man mit diesem Beitrag aus der Piratenpartei austritt. Auf dieses “mit Pauken und Trompeten” stehe ich dann doch nicht so. Ausgetreten bin ich schon seit längerem. Ich habe nur erst heute davon erfahren, nachdem ich mich darüber beschwert habe, keine Einladung für den Bundesparteitag erhalten zu haben.

Mit der Piratenpartei was das ja schon immer eine spannende Sache. Dieser bürokratielastige Verwaltungsapparat, der dahinter steht, hat schon so manches mal für Belustigung gesorgt. So wurde ich nach meinem Umzug von Gießen (Hessen) nach Berlin plötzlich im Landesverband Bayern als Mitglied geführt. Nachdem ich auf meine Beschwerde hin einige Zeit in unbekanntem Status verharrte, wurde ich dann auf dem Bundesparteitag in Offenbar nachträglich als Berliner Pirat anerkannt. An den Landesverband Berlin habe ich auch immer schön brav meine Mitgliedsbeiträge überwiesen. Auch dieses Jahr. Ich kann das sogar nachweisen.

Na ja, dennoch hat mich der Landesverband Berlin offenbar entfernt. Insofern bin ich gar nicht aus der Piratenpartei ausgetreten, sondern die Piratenpartei ist aus mir ausgetreten. Oder so… Also, wenn das hier keine Erklärung gibt, warum man mich meiner Mitgliedschaft enthoben hat und wenn sich hier niemand entschuldigt, dann überlege ich ernsthaft… ;-)

Die Geister, die ich rief…

Seit einer Woche bin ich schon rauchfrei. Es geht mir gut damit. Meistens zumindest! Körperliche Entzugserscheinungen hatte ich so gut wie keine – jedenfalls habe ich nicht angefangen zu zittern oder bekam Kopfschmerzen. Ich war in den ersten Tagen ein wenig unkonzentriert, ok, aber das kann auch andere Ursachen gehabt haben.

Schlimmer sind die psychischen Entzugserscheinungen. Es gibt bestimmte Routinen, die man sich mit den Jahren an der Kippe antrainiert hat, wie die Zigarette nach dem Essen, die Zigarette auf dem Weg zur Arbeit, die Zigarette auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, die Zigarette, wenn man mal grad nicht weiter weiß und etwas braucht, um sich vom aktuellen Problem abzulenken… Die ganzen Ratgeber zum Thema “Rauchfrei” sind sich einig, dass diese Gewohnheiten nach ca. drei Wochen abtrainiert sind. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich auch, dass das so ungefähr hinkommt, immerhin war mein vorletzter Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ja quasi erfolgreich (auch wenn ich so dumm war und nach 1 1/2 Jahren wieder zur Zigarette gegriffen habe). Also bin ich auch ganz zuversichtlich, dass ich nach Ablauf dieser drei Wochen (na, geben wir noch eine Woche Kulanzzeit drauf) nicht bei jeder Gelegenheit, bei der ich von irgendwas genervt bin oder bei der ich irgendwie eine Ablenkung brauche, an den Glimmstengel denke.

Immerhin habe ich in der letzten Nacht das erste Mal von meinem Rauchstopp geträumt. Und zwar habe ich im Traum einen Traum gehabt (ja, das klingt nach “Inception“), dass ich geraucht habe, bin aus diesem Traum erwacht und habe gedacht – “Mensch, hab ich jetzt wirklich…? Nein, ich hab doch aufgehört, ich habe nur geträumt!” – und als ich letztendlich tatsächlich aufgewacht bin, war ich mir sicher, dass mein Hirn schon vorsichtig damit anfängt, zu akzeptieren, dass ich nicht mehr rauche. Das sind also die Geister und Dämonen der Nikotinsucht (Allen Carr nennt sie “Nikotinmonster”), die so langsam aber sicher merken, dass sie ausziehen müssen.

Kein deutscher Ausweis? Dann meide die Bahn!

Wer keinen deutschen Ausweis hat, der sollte die Bahn meiden. Dieser Eindruck wird zumindest von einem recht ungehörigen Vorfall vermittelt. Ein Redakteur des Spiegels bekam das Drama um die russische Psychologie-Studenten Asya live mit und hat die Ereignisse teilweise mit seinem Handy aufgenommen, auch wenn die Bundespolizei versucht hat, ihn dabei zu hindern.

Der Artikel (mit dem veröffentlichen Spiegel-Artikel und dem Video) ist hier zu finden: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bahnkundin-ohne-deutschen-pass-von-polizei-abgefuehrt-a-894980.html

Die junge Studentin hatte ihr Zug-Ticket online gebucht. Wer schon mal ein Online-Ticket bei der Bahn gebucht hat, wird wissen, dass man dort ein Dokument zur Identifikation angeben muss. Das kann der Personalausweis sein, die Bahncard, die EC- oder Kreditkarte. Nun hatte Asya offenbar als Ausweisdokument den Personalausweis ausgewählt und dort die Ausweisnummer ihres russischen Passes eingetragen, wie sie es immer macht. Bisher gab es dabei wohl auch keine Probleme. Aber es gibt natürlich Tage, an denen gerät man an jemanden, der Dienst nach Vorschrift macht und dabei keine Gnade kennt. Ich kenne so pingelige Leute. Die sind auch privat scheiße.

Im Grunde hatte die Zugbegleiterin Recht: das Ticket war nicht gültig, weil das Ausweisdokument nicht den Bestimmungen entsprach. Diese Bestimmungen gibt es, weil die Bahn (womöglich zu Recht) Angst hat, dass Online-Tickets mehrfach genutzt werden. Insofern kann nur das Ticket seine Gültigkeit besitzen, dessen Gültigkeit nachweisbar ist.

Das könnte übrigens auch passieren, wenn man statt seiner Personalausweis-Nummer die Nummer seines deutschen Reisepasses eingibt. Denn es wird ausdrücklich der Personalausweis verlangt.

Anstatt die Reisende, die das Ticket ja gekauft und auch bezahlt hat, darauf hinzuweisen, dass es problematisch ist, statt des Personalausweises einen anderen Pass zu verwenden, wird sie wie eine Schwarzfahrerin behandelt. Die Möglichkeit, den Sachverhalt zu klären, wurde ihr genau genommen nicht gegeben. Stattdessen wurde sie an der nächsten Station von der Bundespolizei aus dem Zug gezerrt.

Nachdem durch die Bundespolizei gegen Asya wegen Hausfriedensbruchs ermittelt wurde, sie aber im Gegenzug Anzeige gegen die Zugbegleiterin und die Bundespolizei erstattet hat, wurden die Ermittlungen inzwischen wohl eingestellt. Auch die Bahn hat ihr ein Entschuldigungsschreiben zukommen lassen.

Aber muss es denn immer erst soweit kommen, dass die Bahn ihr Bedauern ausdrücken muss? Arschloch-Zugbegleiter gibt es, die werden dadurch auch nicht plötzlich besser. Arschlöcher schmeißen selbst Kinder bei Minusgraden mitten in der Nacht an wildfremden Bahnhöfen raus. Arschlöcher akzeptieren auch nicht, wenn die Bahncard gerade mal einen Tag abgelaufen ist und man die neue Bahncard zu Hause vergessen hat. Arschlöcher akzeptieren nicht, dass man im Tarifdschungel das falsche Ticket gelöst hat. Arschlöcher akzeptieren auch nicht, wenn der einzige Ticket-Automat am Bahnsteig nicht funktioniert.

Oh, einen Arschloch-Zugbegleiter habe ich noch: Jemand hat ein Spar-Ticket. Der Zug verspätet sich und der Anschlusszug ist nicht mehr zu erreichen. Wegen der Zugbindung kann das Ticket eigentlich nicht mehr genutzt werden, aber der Fahrgast hat natürlich das Recht, sich am Info-Schalter einen Ersatz ausstellen zu lassen. Wenn man allerdings an einem Bahnhof strandet, an dem es keinen Info-Schalter gibt, befindet man sich in der tollen Situation, dass man sich die Verspätung vom Zugbegleiter des verspäteten Zugs bestätigen lassen muss. Dann muss man sich ein neues Ticket kaufen, mit dem man dann zu seinem Zielbahnhof fahren kann. Dort kann man sich dann, wenn ich das richtig verstanden habe, das Ticket erstatten lassen oder sich telefonisch oder postalisch an den Kundenservice der Bahn wenden. Blöd nur, wenn man keine EC- oder Kreditkarte dabei hat, um am Automaten das Ticket zu kaufen. Blöd auch, wenn man sich mit diesen Bestimmungen nicht auskennt, weil man sowas grundsätzlich erst dann weiß, wenn es einem schon mal passiert ist.

Wer jetzt also den anschließenden Zug nutzt (was ja logisch wäre), der darf sich dann vom Zugbegleiter, so er denn ein Arschloch ist, anschnauzen lassen, dass das Ticket nicht gültig ist. Natürlich ist er dann schwarz gefahren und muss den doppelten Fahrpreis zahlen oder wird am nächsten Bahnhof von der Bundespolizei abgeholt. Nach einigem hin und her und Intervention durch einen freundlichen Fahrgast, konnte zumindest das Problem des Schwarzfahrens abgewendet werden. Auch hier gab es im Anschluss ein Entschuldigungsschreiben der Bahn.

Endlich wieder Nichtraucher?

Gestern habe ich den Entschluss gefasst: “nur noch die drei Zigaretten, dann ist Schluss.” Mein letzter Versuch war ja nicht besonders von Erfolg gekrönt, denn schon nach wenigen Wochen habe ich wieder gestunken wie ein Kohlekraftwerk.

Nun gut, jetzt wird alles besser. Denke ich. Aber ein vorsichtiges “mal sehen, wie lange ich es diesmal durchhalte” klingt mit. Das fing schon heute morgen damit an, als ich zu meiner Frau sagte: ich habe Lust auf eine Zigarette. Auf dem Weg zur U-Bahn rauche ich normalerweise meine erste Kippe am Tag. Ich komme an einer Tankstelle vorbei, wo ich immer Nachschub besorge. Heute nicht! Ich bin tapfer, ignoriere den Drang so gut es geht und sitze alsbald in der U- und anschließend in der S-Bahn, die mich zu meinem Arbeitsplatz bringt. Da wartet dann die nächste Herausforderung auf mich, denn auf dem Weg von der S-Bahn ins Büro erwartete mich auch täglich eine Zigarette, der ich heute jedoch gekonnt auslasse. Stattdessen biege ich, in Gedanken versunken, an einer Kreuzung zu früh ab und wundere mich nach ca. 100 Metern, wo ich eigentlich bin. Es ist ja auch gar nicht so einfach, sich darauf zu konzentrieren, wohin man läuft, wenn man den immer noch lockenden Rauchschwaden von Passanten widerstehen muss.

Den Kollegen, mit denen ich regelmäßig vor die Tür gehe, um die Lunge zu teeren, habe ich beinahe schon beleidigte Absagen erteilt. Sehen die nicht, dass ich an einer wichtigen und guten Sache arbeite? Nachdem schon getuschelt wurde – so kam es mit mit meiner etwas breiigen Wahrnehmung jedenfalls vor – entschloss ich mich dann beim täglichen StandUp, auf meine missliche Lage hinzuweisen. Auch um selbst einen gewissen sozialen Druck für mich, dass ich durchhalten muss, aufzubauen. Immerhin erntete ich einen kurzen Applaus und Erfolgswünsche.
Überlebt habe ich die Zeit bis zum Feierabend dann mit viel Kaffee und Bonbons, auch wenn ich mitunter das Bedürfnis verspürte, einen Bissen vom Tisch zu nehmen.

Jetzt habe ich noch diesen Abend zu überstehen, bevor ich mich in einen beruhigenden Schlaf begeben kann. Morgen wird es hoffentlich besser gehen.

Tech-Tipp: DHCP Failover unter Windows Server 2012

Wenn man von einem Windows Server 2008 die DHCP-Einstellungen auf einen neuen Windows Server 2012 migriert hat, kann es vorkommen, dass ein DHCP Failover nicht konfiguriert werden kann. Im Dialogfenster “Failover konfigurieren” bleibt die Auswahl leer.

Failover konfigurieren

 

Die Lösung des Problems: auf den migrierten Bereich (Scope) rechtsklicken und “Eigenschaften” auswählen. Im Reiter “Erweitert” stellt man dann von “Beiden” auf “DHCP” um, da der Failover nicht mit BOOTP-Adressvergabe funktioniert.

Anschließend ist die Konfiguration des DHCP Failovers möglich.