Projekt 18 von der SPD gestartet

Wie hieß es vor einigen Tagen noch auf der Aktiven-Mailingliste der Piratenpartei? “Die SPD hat beschlossen, unterzugehen. Helfen wir ihr dabei!”

Ich sage: “Das müssen wir gar nicht mehr!” Mit der Verabschiedung des Zensurgesetzes am 18.06. hat die SPD nun mit einigen Austritten zu kämpfen. So haben neben Jörg Tauss noch Torben Friedrich (Blogsprache), Julia Reda und Jörg Kantel (Schockwellenreiter) bereits öffentlich ihren Austritt erklärt. Weitere sind mir bis dato zwar nicht bekannt, aber ich gehe jede Wette ein, dass diese vier nicht die einzigen sind und noch einige folgen werden. Auch Johnny Haeusler (Spreeblick) distanziert sich von der SPD – allerdings ist mir bei ihm nicht bekannt, ob er nun SPD-Mitglied war oder die SPD nun einfach “nur” einen öffentlichkeitswirksamen Wähler weniger hat.

Jedenfalls sind dies eindeutige Zeichen, dass die SPD ein sinkender Kahn ist, in den die Besatzung selbst die Löcher in den Rumpf geschlagen hat. Ein besseres Ergebnis als das von der Europawahl erwarte ich bei der kommenden Bundestagswahl nicht. Eher ein schlechteres…

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4 Responses to “Projekt 18 von der SPD gestartet”

  1. Kenne selbst einen begeisterten und engagierten JuSo der SPD. Ich habe gestern ein wenig mit ihm über dieses Thema geredet und konnte in Erfahrung bringen, dass ein sehr großer Teil der JuSo Genossen und Genossinen diese Internetzensur ebenfalls alles andere als gut findet. Das wird die kommenden Wochen wohl viel Stress bei der SPD geben…

  2. Wohl nur wenn wir es endlich schaffen die Bevölkerung zu erreichen. Nur wer Blogs liest oder heise ist überhaupt im Bild.
    http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Was-kommt-beim-Buerger-an/forum-160946/msg-16922481/read/

  3. Na da hat ein ostdeutscher Blog auch eine eigen Meinung dazu:

    http://www.vollossi.de/2009/06/21/der-vollossi-wird-politisch-heute-hinterfragt-er-die-spd/

  4. Ich teile nicht die Prominenz von Torben oder Jörg, bin allerdings ebenfalls am Tag des Beschlusses nach achtjähriger Mitgliedschaft in der SPD ausgetreten. Mit einem Schreiben, welches an der Motivation für diesen Schritt eigentlich nicht den geringsten Zweifel lassen dürfte.
    Zwei Bekannte, denen ich das erzählt habe, hatten ein paar Stunden zuvor dasselbe getan… Wenn Du vom “sinkenden Kahn” sprichst, ziemlich genau so stellt sich das für mich dar (auch wenn mich das zur Ratte macht, die selbiges Schiff verlässt). Bin gespannt auf die Bundestagswahlen im Herbst; wenn sich die allgemeine Empörung nicht wieder legt und wir zum normalen Tagesgeschäft übergehen denke ich schon, dass das Auswirkungen mit sich zieht – und wenns “nur” in einem deutlichen Votum für die Piraten ist…

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