Düstere Legenden Teil 1

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Es ist eine Legende, dass normale E-Mails urheberrechtlich oder sonst irgendwie geschützt sind.

Oft genug habe ich schon gelesen, dass jemand meinte, E-Mails dürften nicht veröffentlicht werden, wegen des Copyrights. Um einen urheberrechtlichen Schutz für eine E-Mail zu erlangen, müsste diese E-Mail aus einer wissenschaftlichen Arbeit bestehen oder sonst irgendwie schützenswert gem. § 2 UrhG sein. Das ist bei normalen E-Mails in aller Regel nicht der Fall. Auch Spam-Mails gehören nicht dazu (dass sich Spammer trotzdem teilweise noch erdreisten, dies zu behaupten, ist schon ganz schön dreist).
Schützenswert sind allenfalls Newsletter, die ein gewisses Niveau aufweisen und somit als lyrisch oder wissenschaftlich oder sonst wie wertvoll erachtet werden können.

In wenigen Fällen wird auch mit dem Briefgeheimnis argumentiert. Die Verbotsnorm des Briefgeheimnisses gem. § 202 StGB soll jedoch nur denjenigen bestrafen, der unbefugt einen Brief öffnet und/oder den Inhalt zur Kenntnis nimmt. Der Absender und der Empfänger können grundsätzlich nicht gegen das Briefgeheimnis verstoßen. Was der Absender oder der Empfänger mit dem Brief weiterhin unternimmt, liegt in seinem eigenen Ermessen. Er kann ihn verbrennen oder ihn öffentlich ausstellen.
Etwas anderes gilt nur für bestimmte Personengruppen und bestimmte Inhalte. Das ist in § 203 StGB definiert. Privatpersonen sind davon nicht betroffen!

Persönlichkeitsrechte bleiben jedoch unberührt, was bedeutet, dass man dennoch vorsichtig mit dem sein sollte, was man so veröffentlicht.

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