Rauchverbot

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

In Italien ist ein Gesetz in Kraft getreten, welches das Rauchen in Räumen mit Publikumsverkehr (bspw. Restaurants) verbietet.

Ich finde die Regelung gut und hoffe, dass auch in Deutschland bald das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten wird. In Hessen hat man es immerhin schon so weit gebracht, dass in Schulen nicht mehr geraucht werden darf.

Die Raucher haben natürlich kein Verständnis für sowas, man schränkt sie ja schließlich in der Ausübung ihrer Drogenabhängigkeit ein und sie müssen befürchten, dass sie nie wieder ausgehen könnten, ohne irgendwo die Tapete von den Wänden fressen zu müssen. Ich habe auch festgestellt, dass Raucher mit sich, was das angeht, nicht gut reden lassen, dass sie meist aggressiv werden, sich in ihrer Menschenwürde verletzt sehen.

Was ist aber mit denjenigen, die nie in die Abhängigkeit dieser Droge geraten sind oder die den Weg aus der Sucht gefunden haben? Müssen die es ertragen, dass ein drogenabhängiger Teil der Bevölkerung sie ungewollt an ihrem Gift beteiligt?

Jeder Raucher verletzt seine Menschenwürde selbst, indem er sich langsam aber sicher selbst vergiftet. Ein gesetzliches Rauchverbot soll jedoch nicht die Raucher diskriminieren, sondern die Nichtraucher schützen. Das Stichwort lautet Volksgesundheit, für die sich der Staat jederzeit einsetzen sollte.
Ich bin außerdem dafür, die Tabaksteuer in Deutschland weiter anzuheben, so dass Zigaretten kaum noch erschwinglich sind und dann von Natur aus weniger geraucht werden muss.

Ich finde es regelrecht ekelhaft, mit Rauchern länger in einem geschlossenen Raum zu sein, sofern dort geraucht wird. Selbst wenn ein Fenster geöffnet ist, kann ich es nicht so gut ab. Bei uns in der WG wird viel in der Küche geraucht. Ich muss nur eine Minute in der Küche sein und schon stinken meine Klamotten mindestens ne halbe Stunde nach Rauch. Ich finde es auch ekelhaft, mich mit Rauchern zu unterhalten – sie stinken einfach nach Zigarette. Als ich selbst noch geraucht habe, ist mir das nie so aufgefallen, aber ich weiß nun, was meine Mitmenschen durchmachen mussten.

Schlimm ist auch, dass das Rauchen als „sozialadäquat“ eingestuft wird, obwohl es gemeinschaftsschädlich ist. Und traurig ist es, dass so viele Kinder und Jugendliche den Erwachsenen nacheifern und rauchen. Aber wie macht man es jungen Menschen klar, das Rauchen nicht „cool“, sondern „absolut scheiße“ ist? Knapp die Hälfte aller erwachsenen Menschen in Deutschland rauchen – natürlich auch in der Öffentlichkeit. Junge Menschen orientieren sich an dem, was sie sehen, auch wenn sie es nicht verstehen.

Allein aus Rücksicht auf andere und der Vorbildwirkung auf Jugendliche und Kider sollten Raucher darauf bedacht sein, nicht in der Öffentlichkeit und wenn, dann wenigstens nicht in der Gegenwart von jungen Menschen, zu rauchen. Und liebe Raucher, denkt doch auch an den Teil der Menschheit, der nicht (mehr) rauchen will!

Ein Gedanke zu „Rauchverbot

  1. Ich bin Deiner Meinung, habe aber auch gut Reden als Nichtraucher 😉 Auch in der Arbeitstättenverordnung steht der Nichtraucherschutz ganz weit oben, die Praxis sieht leider anders aus, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Einige rauchende Kollegen haben eine große Lobby im Betrieb und da wird der Qualmerei kein Riegel vorgeschoben. Wenn man sich dagegen wehrt, schießt man sich nur selbst ins Knie 🙁

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