Kriminelle Steuer

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

In Holland dürfen Kriminelle, so die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe auf Seite 13, ihre Ausgaben, die sie für die Begehung einer Straftat haben, von der Steuer absetzen. So hatte ein Bankräuber die zum Überfall verwendete Pistole, die er für 2000 € erstanden hatte, bei seiner Steuererklärung erfolgreich als Unkostendeklaration veranlagt. Durch die Lücke im niederländischen Steuergesetz wäre es also auch möglich, dass ein Einbrecher seine Fahrkarte, die er gekauft hat, um zum Tatort zu gelangen, steuerlich absetzt. Im Land der Tulpen sind davon alle Straftaten betroffen, sofern sie auch durchgeführt werden. Wöchentlich werden in den Niederlanden bis zu zwanzig illegale Haschisch-Plantagen vernichtet. Die „Gärtner“ dürfen ebenso ihre Unkosten (Saat, Miete) in Rechnung stellen, schließlich sind es Investitionen, die zur Ausübung des „Berufes“ notwendig sind.
Das niederländische Parlament hat jedoch angekündigt, diese Lücke im Steuergesetz schnellstmöglich zu schließen.

„Nicht alles, was steuerlich logisch ist, ist auch gesellschaftlich akzeptiert“, so der ehemalige Richter Aleid Wolfsen von der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Holland.

Ein Gedanke zu „Kriminelle Steuer

  1. Hi Arne,
    das habe ich nicht gewusst, vielleicht wäre ich dann früher mal nach Holland umgesiedelt, nur wegen der Steuer, versteht sich…lach
    Gerade wegen der frostigen Temperaturen wünsche ich dir ein sonniges Gemüt und ein entspanntes Wochenende
    ulli

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