Marktfrühschoppen

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Am vergangenen Sonntag fand das traditionelle Marktfrühschoppen der Burschenschaften in Marburg statt. Die immer wieder auftretenden Störer waren diesmal aber wohl – sicherlich auch ob des doch relativ großen Polizeiaufgebots – relativ friedlich.

Aber so wenig man Burschis auch mag, ist es dennoch unter aller Sau, wenn man, wie in der Nacht von Freitag auf Samstag geschehen, Sturmtruppen bildet und vermeintliche Burschenschaftler, egal welcher Verbindung angehörig, auf offener Straße überfällt und verprügelt. Angegriffen wurden nicht nur die Studenten, sondern auch diejenigen, die schon seit Jahren nicht mehr studieren – unter die Opfer gehören z.B. ein Lehrer und ein pensionierter Pfarrer.

Wobei ich mich in meiner These, dass Linksradikalismus keinen Deut besser sei als Rechtsradikalismus, wieder bestätigt fühle (womit ich aber keinesfalls beides gleichstellen möchte, sondern mich hier nur auf die Gewaltausübung beziehe). Der Abschaum, der meint, Menschen wegen ihrer Gesinnung oder Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft überfallen und krankenhausreif schlagen zu müssen, stellt sich auf eine der untersten moralischen Stufen – gleich neben den Terrororganisationen. Ähnliche Szenarien hat man schon häufig gesehen – ich erinnere mal an den Ku-Klux-Klan oder das Dritte Reich.

Update 11.01.2010:
Damit man mich nicht missversteht, habe ich noch eine kleine Ergänzung hinzugefügt.

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