Wo ist meine Katze?

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Vor einigenTagen, am 4. Oktober 2005, lief im ZDF eine Sendung der Reihe 37°. Erst heute erfuhr ich von dieser Sendung, da ich ja selbst kein TV habe.

In dieser Sendung, die den Titel „Kater Benny vermisst“ hatte, ging es um das zahlreiche Verschwinden von Hauskatzen in Deutschland.

Zunächst wurden Spuren nach China verfolgt, wo die Reporter auf grausige Machenschaften gestoßen sind. Katzen werden im Süden Chinas bei lebendigem Leibe gekocht. Auch der Transport der Katzen in engen Käfigen muss für die Tiere eine Qual sein. Es ist den Händlern egal, ob Katzen durch scharfe Gitterränder der Käfige die Pfoten abgetrennt werden oder ob sie beim brutalen Verladen irgendwelche Knochenbrüche erleiden.
Im Norden sind die Kirschner beheimatet, die die Katzenfelle für den Import nach Europa fertigstellen. In Europa werden sie dann in Andenkenlädchen, als Pelzmäntel und als Bestandteil von „ganz normaler“ Kleidung verwendet.

Eine andere Spur führte in Deutschland zu den Jägern. Besonders der Kreisjägermeister Volker Quade (Schleswig Holstein) wollte sich in dieser Sendung beliebt machen, indem er genau erklärte, dass Katzen, die sich weiter als 200 Meter von ihrem Heim entfernen, als Wilderer gelten und deshalb erschossen werden dürfen. Zwar behauptete er, es sei für ihn nicht schön, eine Hauskatze zu schießen, jedoch kann man ihm nicht ganz Glauben schenken.
Während Hunde in flagranti erwischt werden müssen, um als Wilderer erschossen zu werden, darf ein Jäger Katzen quasi „einfach so“ erschießen. Weiterhin gibt es im Jagd-Handel spezielle Fallen für Katzen und entsprechende Lockmittel. Mich würde also auch nicht wundern, wenn damit Missbrauch betrieben würde.
(Legal) geschossene Katzen werden in der Regel nicht bei ihrem Besitzer gemeldet, sondern werden entweder mindestens 50cm tief vergraben oder in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt abgegeben. Doch viele Jäger scheuen sich davor und lassen die Katze einfach irgendwo anders verschwinden – bspw. an einer Straße, damit es so aussieht, als sei sie überfahren worden, oder in einer Falknerei, wo die toten Katzen an die Raubvögel verfüttert werden.

Den ganzen Bericht gibt es unter zdf.de anzusehen. Vorsicht, er ist teilweise nichts für schwache Nerven!

Ein Gedanke zu „Wo ist meine Katze?

  1. Guten Tag
    Leider habe wir auch schon 2 unserer Katzen nicht mehr gefunden.
    Auf http://www.elpet.com wird ein „Pet Finder“ vorgestellt welcher sich bewährt hat. Es ist erstaunlich, wo Katzen überall eingeschlossen werden können.

    Mit besten Grüssen
    Ruedi Schenkel

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