Knochenmarkspende I

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 10 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Im Jahre 2003 habe ich mich für die DKMS typisieren lassen. Der Anlass war eigentlich der Freund einer Mitschülerin, der an Leukämie erkrankt war. Auch wenn er den Kampf gegen den Blutkrebs letztendlich nicht geschafft hat, so hat er wenigstens dafür gesorgt, dass einige hundert Leute typisiert wurden und nun als Knochenmark-Spender für andere Leukämie-Patienten dienen.

Mitte Januar, es war der 19.01.2007, bekam ich einen Brief von der DKMS. Das war nichts ungewöhnliches, da die DKMS hin und wieder Info-Sendungen an die registrierten Spender verschickt. Als ich jedoch den Brief öffnete, kamen einige Dokumente zum Vorschein, die doch nicht auf eine übliche Info-Sendung schließen ließen, sondern mir aussagten, dass ich evtl. als Spender für einen Patienten in Frage kommen würde. Am 25.01.2007 habe ich dann bei meiner Hausärztin Blut für eine Bestätigungstypisierung abnehmen lassen, was leider nicht ganz komplikationsfrei verlief. Resumé der Blutabnahme: fünf Einstiche, noch zwei Wochen später blaue Flecken. Na ja, immerhin ist das Blut bei der DKMS angekommen.

Am 10.02.2007 erhielt ich dann die Antwort von der DKMS:

Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt jetzt vor und es besagt, dass Ihre Gewebemerkmale mit denen des Patienten übereinstimmen und Sie der geeignete Spender wären.

Eine Knochenmarkspende kann heute auf zwei verschiedene Weisen erfolgen. Die erste Möglichkeit ist die direkte Entnahme des Knochenmarkes (nicht verwechseln mit dem Rückenmark!) aus dem Beckenknochen unter Vollnarkose. Die zweite Möglichkeit ist die periphäre Knochenmarkspende. Der Spender muss sich vier Tage vor der Spende jeden Tag jeweils morgens und abends eine Spritze mit Wachstumsanregern für die Knochenmarkzellen spritzen. Am Tag der Spende, dem fünften Tag, wird nur noch morgens gespritzt. Die Spende an sich läuft ab wie eine Dialyse (Blutwäsche). Das Blut läuft dabei durch einen Separator, der die Knochenmarkzellen vom Blut trennt. Diese Prozedur dauert ca. 4 Stunden, kann aber variieren. Je nachdem, wie gut die Knochenmarkzellen gebildet wurden und wie gut das Blut durch den Separator läuft, kann der Prozess zwischen 3 bis über 5 Stunden dauern und muss ggf. am nächsten Tag wiederholt bzw. fortgeführt werden.
Ich stelle mir das sehr anstrengend vor, da man sicherlich zwischendurch nicht einfach mal auf die Toilette gehen kann und auch sonst ziemlich „behindert“ ist. Wohl auch ist der Prozess sicherlich nicht gerade angenehm.

Morgen – halt, es ist ja schon nach Mitternacht – heute fahr ich nach Hameln, da ich morgen, am Montag den 19.02.2007, in der dortigen Entnahmeklinik eine Voruntersuchung habe. Was mich bei dieser Voruntersuchung erwartet, weiß ich nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die noch Blut abnehmen werden. Denn bei irgendwelchen Untersuchungen wird immer Blut abgenommen. Immerhin werden die Kosten von der DKMS getragen – auch die Kosten für die Fahrt und das Hotel (welches ich übrigens viel zu teuer finde).

Nun ja, ich werde berichten, wie es in dieser Sache weitergeht.

PS: Der Spende-Termin ist für den 14.03.2007 geplant.

3 Gedanken zu „Knochenmarkspende I

  1. Pingback: Dunkles Marburg - Schwarz ist, was ihr draus macht

  2. hallo 🙂 ich bin ueber die bloggerei zu dir gekommen und gerade habe ich deinen beitrag zu der knochenmarkspende gelesen. es ist toll, das es menschen wie dich gibt und so versuchen, anderen menschen das leben zu retten. ich moechte dir meinen respekt aussprechen. *chapo´*
    ich bin selber kein spender, ich spende in sporadischen abstaenden blut, weil ich eine heiden angst vor nadeln hab, sonst wuerde ich es auch oefter tun. die prozedur, beim knochenmarkspenden war mir nicht bekannt und ist ja mit richtigen huerden verbunden. das macht einem die entscheidung, sich eintragen zu lassen, nicht wirklich einfach.

    ich find es wirklich super, das du das machst. waere toll, wenn du nach dem 14.03. mal schilderst, was dir so widerfahren ist…

    alles gute, viel glueck und *respekt*

    lg Jale 🙂

  3. Pingback: Dunkles Marburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.