Debian VMware kopieren und VMware Tools installieren

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 9 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Hier eine kurze Erläuterung, wie man eine Debian (Etch) VMware unter einem Linux-Host-System kopiert und die VMWare Tools dort installiert. Das mag zunächst einfach klingen, aber man muss ein wenig tricksen, damit es dann auch letztendlich richtig funktioniert.

Zunächst erstellt man eine Debian VMware. Die dazu gehörenden Dateien findet man anschließend unter /data/VMs/{Name der VM}.

Kopieren:
# cp /data/VMs/{Name der VM} /data/VMs/{Neuer Name} -r

VMWare starten:
Nachdem nun die VMware kopiert wurde, kann man sie über die VMware Console öffnen. Sie erscheint nicht automatisch in der Liste, sondern muss manuell einmal geöffnet werden, um der Liste hinzugefügt zu werden. Die VMware Console merkt, dass es sich um eine kopierte VMware handelt und fragt, ob eine neue UUID gesetzt werden soll. Das sollte bestätigt werden.

Netzwerk:
In der kopierten VMware funktioniert evtl. das Netzwerk nicht. Das liegt daran, dass die VMware Console der kopierten VMware zwar eine neue MAC-Adresse für eth0 zugeteilt hat. Debian weiß dies aber nicht: die alte Netzwerkkarte eth0 wird weiterhin mit der alten MAC-Adresse angesprochen, während die neue MAC-Adresse eth1 zugewiesen wird. Hier hilft es, einfach die Datei

# /etc/udev/rules.d/z25_persistent-net.rule

mit einem Texteditor zu öffnen und die Zeile, in der eth0 und die alte MAC-Adresse genannt werden, zu löschen (oder mit # auszukommentieren). Dann nur noch eth1 in der nächsten Zeile in eth0 umbenennen und speichern. Ein # reboot bewirkt, dass die neue Konfiguration geladen wird und das Netzwerk nun ordnungsgemäß funktioniert.

VMware Tools installieren
Das Installieren der VMware Tools ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Zunächst benötigt man zur Installation ein paar zusätzliche Komponenten:

# apt-get install linux-kernel-headers linux-headers-$(uname -r) make psmisc gcc

Nachdem diese Komponenten geladen sind, wählt man in der VMware Console „VM“ -> „Install VMware Tools“ und führt folgende Schritte aus:

# mkdir -p /usr/src/linux
# ln -s /usr/src/kernel-headers-2.6.18-4-686/include /usr/src/linux/include

(Achtung, der Pfad ist hier auf das Beispielsystem angepasst, könnte also bei kernel-headers-* abweichen)

# mkdir /mnt/vmware
# mount /dev/cdrom /mnt/vmware

# cd /tmp/
# tar xvzf /mnt/vmware/VMwareTools*.tar.gz
# cd vmware-tools-distrib/
# ./vmware-install.pl

Nun sind dieVMware Tools installiert.

Ethernet-Treiber vmxnet statt pcnet32 verwenden

# /etc/init.d/networking stop
# rmmod pcnet32
# rmmod vmxnet
# depmod -a
# modprobe vmxnet

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, auf dem Host-System die vmx-Datei mit einem Texteditor zu öffnen und wie folgt zu verändern. Unter der Zeile

ethernet0.present = „TRUE“

soll folgende Zeile hinzugefügt werden:

ethernet0.virtualDev = „vmxnet“

Dies kann noch geschehen, während die VM läuft. Wichtig ist aber, um diese Änderung zu übernehmen, die VM mit # halt herunter zu fahren und dann mit der Console neu zu starten. Ein simples # reboot hilft nicht.

4 Gedanken zu „Debian VMware kopieren und VMware Tools installieren

  1. Pingback: Debian VM geklont und Netzwerk funktioniert nicht? « Niels Obst’s Weblog

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