Nachbarschaft24.net scheitert vor Gericht

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 8 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Einem Artikel aus den MSN-News war zu entnehmen, dass die Abo-Fallen-Abzocker doch hin und wieder ihr Glück vor Gericht versuchen – wenn auch erfolglos. Die in Dubai ansässige Briefkastenfirma „Netsolutions Trading FZE“ hinter der Abzock-Seite „Nachbarschaft24.net“, die mit Hilfe massenhaft versendeter Spam-Mails versucht hat, arglose Internetnutzer zum Opfer ihrer Abzock-Masche zu machen, klagte gegen eine Berlinerin vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte und unterlag, da das Gericht feststellte, das Angebot Nachbarschaft24.net zeige keine geldwerten Gegenleistungen. Eine Berufung wurde nicht zugelassen, somit ist das Urteil (Az.: 17 C 298/08) rechtskräftig.

Diese Entscheidung zeigt einmal mehr, dass Abzocker keinerlei Mittel in der Hand haben, ihre Forderungen gegenüber den Opfern solcher Abo-Fallen durchzusetzen. Mein persönlicher Tipp ist es, sich von den maßlosen und fast schon erpresserischen Droh-Mails und Droh-Briefen, die solche Abzocker verschicken, keinesfalls einschüchtern zu lassen, sondern den ganzen Dreck einfach in Ablage „P“ abzulegen. Mitunter bedienen sich diese Abzocker auch Inkassounternehmen, die durch diese Masche momentan Hochkonjunktur haben. Dass darunter keine seriösen Inkasso-Unternehmen wie Creditreform zu finden sind, spricht immerhin dafür, dass nicht die ganze Inkasso-Branche aus reiner Profitgier ohne sich über die Seriosität ihrer Auftraggeber Gedanken zu machen handelt.

Abo-Fallen zielen darauf ab, unter Vortäuschung eines kostenlosen Angebots ein meist 2-jähriges, in der Regel nutzloses und im Voraus zu zahlendes Abonnement unterzujubeln, um dann dem überrumpelten Internetnutzer übertriebene Forderungen zu stellen.

Nachtrag: Wie ich gerade erfahren habe, berichtete Computerbetrug bereits am 21.12.2008 von dem Urteil. Dann war die „News“ auf MSN wohl doch nicht mehr so ganz aktuell 😀

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