Petition gegen Internetsperren

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 8 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Auf der Seite vom Deutschen Bundestag ist eine Petition erschienen, die sich gegen die geplante Sperrung von Internetseiten stellt. ZUm aktuellen Zeitpunkt haben mehr als 3100 Bürger und Bürgerinnen diese Petition unterzeichnet:

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

Aufgrund des großen Interesses ist die Petitionsseite des Bundestags momentan etwas langsamer 😛

2 Gedanken zu „Petition gegen Internetsperren

  1. Eine Tolle Sache, jedoch glaube ich, dass dies ein Bumerang für uns wird. Jeder schreit auf, dass diese Zensur nicht funtkionieren wird und somit haben sie in einigen Monaten eine Grundlage um die Zensur umfassender zu gestalten, weil sie ja nicht funktioniert…
    Wir müssen Möglichkeiten aufzeigen wie man unsere Kinder effektiv schützen kann, statt ständig mit der Begründung zu kommen Zensur auf DNS-Ebene sei nutzlos.

    • Das Schützen der Kinder fängt vor allem innerhalb der Familie an. Nirgendwo sonst gibt es so viele Missbrauchsfälle wie in der Familie. Und dann wird daraus auch gerne ein „Home-Video“ gedreht, welches u.U. weitergegeben wird. Der Ansatz, Internetseiten zu sperren, ist definitiv der falsche Ansatz und bekämpft nur die schwächsten Symptome. So wie man einem Krebspatienten nur Aspirin gegen seine Schmerzen geben würde und dann behauptet, dass dadurch alles gut werden würde.

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