Frauen und Religion

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 7 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Man möchte meinen, dass unsere heutige „zivilisierte“ Gesellschaft in Sachen Emanzipation durchaus fortgeschritten ist. Gleichberechtigung der Geschlechter wird zumindest in den „christlichen“ Industriestaaten groß geschrieben. Wenig überraschend ist, dass das Weltbild mancher religiösen Gesellschaften immer noch im Mittelalter verweilt. Neben der katholischen Kirche, die wenigstens so langsam zeigt, dass das Mittelalter schon seit einiger Zeit vorbei ist, sind auch die russisch-orthodoxen noch nicht im Heute angekommen. So sehr ich den christlichen Glauben auch aufgrund verschiedener Aspekte verachte, muss ich zumindest der evangelischen Kirche zugestehen, dass es in Sachen Gleichberechtigung sehr modern zugeht. Der geistige Führer der evangelischen Kirche Deutschlands (EKG) ist eine Frau. Und das ist das verheerende an der Sache: die russisch-orthodoxe Kirche erkennt keine Frau als Führungsperson an, da es eine Frauenordination dort schlichtweg nicht gibt, ja sogar abgelehnt wird.

Das bestürzende an der Sache ist, dass jahrelange gute Beziehungen zwischen der EKG und der russisch-orthodoxen Kirche somit einfach beendet sind. Die Ignoranz mancher Religionen oder in diesem Fall Konfessionen ist es wert, einen Artikel hier in diesem Blog zu hinterlassen, der – entgegen meiner Natur – nicht den christlichen Glauben angreift, sondern das verachtenswerte mittelalterliche Weltbild gegenüber Frauen in der Gegenwart anprangert. Nur weil ein extremistischer Paulus vor knapp 2.000 Jahren schrieb, dass die Frau minderwertig sei, muss man diese antike (quasi) Einzelmeinung heute in der modernen Welt nicht mehr verteidigen, da wir inzwischen (glücklicherweise) wissen, dass Frauen uns Männern nicht unterlegen sind, sondern sich auch in der Lage befinden, eigene Meinungen zu bilden, selbst wenn das patriarchische (und absolut sinnfreie) Weltbild dadurch gestört wird.

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