Abmahnung? STFU!

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 6 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Normalerweise sollte man doch davon ausgehen, dass allgemeine Begriffe oder auch übliche Abkürzungen als Anmeldung für einen Markennamen keinen Bestand haben. Ein Beispiel ist der Begriff „Explorer“, der vor längerer Zeit mal von dem legendären Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth, der sich vor fast genau einem Jahr das Leben nahm, mal als Markenname verteidigt wurde – letztendlich ohne Erfolg.

„Schmutzige“ Methoden sind bei vielen Anwälten aber ganz normal. Gravenreuth war da keine Ausnahme. Man denke an die Anwälte von den Abofallen-Betrügern wie Olaf Tank aus Osnabrück oder Katja Günther aus München. Inzwischen ist es um die Abofallen recht ruhig geworden. Auf sich aufmerksam macht jetzt aber der ebay-Händler golden-island24, der sich die im Internet allgemein bekannte Abkürzung STFU („Shut The Fuck Up“ – auf deutsch sinngemäß „Halt’s Maul“) als Marke registriert hat und nun offenbar damit beginnt, Nutzern dieser Abkürzung Abmahnungen zu schreiben. So geschehen mit dem Geekstore getDigital.de.

Bei getDigital.de kann man übrigens auch das wunderbare „STFU – Abgemahnt“-T-Shirt exklusiv käuflich erwerben 😉

Wir wollen nicht hoffen, dass es Schule macht und sich jeder Depp nun irgendwelche Abkürzungen wie IANAL (I Am Not A Lawyer – Ich bin kein Anwalt), LOL (Laughing Out Loud – Lautes Lachen), ROFL (Rolling On the Floor Laughing – Vor Lachen auf dem Boden kugeln) oder IMHO (In My Humble Opinion – Meiner bescheidenen Meinung nach) als Marke schützen lässt.

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