Steve Jobs ist tot

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 6 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Was für ein Erwachen am frühen Morgen! Die erste Nachricht, die ich lese, ist keine erfreuliche. Steve Jobs ist im Alter von 56 Jahren, nach langer Krankheit, verstorben.

Ok, ich war noch nie ein besonderer Freund von Steve „iGod“ Jobs, habe ihn und seine Firma Apple immer für etwas dekadent gehalten und konnte nicht verstehen, dass die Apple-Fans so einen Hype um ihn gemacht haben, wie um einen Sektenanführer. Und ich mochte nur das iPhone und einige der dazugehörigen Dienste. Man kann aber von Steve Jobs halten, was man will – ein großer Pionier und Visionär der IT-Branche ist uns verloren gegangen. Seine Ideen haben den weltweiten PC-Markt beflügelt. Ihm haben wir es wohl zu verdanken, dass PCs nicht nur hässliche Kisten sind, die man lieber im Schrank verstecken möchte. Durch iPhone und iPad konnten sich neue Ideen im Bereich mobiler Computernutzung durchsetzen, denn ähnliche Geräte von jedem anderen Unternehmen wären erst mal kritisch beäugt worden und hätten sich vermutlich nicht durchsetzen können. Steve Jobs war als Erfinder und Vermarkter auch wegweisend für die IT.

Microsoft konnte davon profitieren, dass der Mac eine grafische Oberfläche hatte. Die Idee gab es zwar schon früher von Xerox, konnte sich aber nicht durchsetzen (vielleicht, weil die Zeit damals noch nicht gekommen war oder weil es noch keine Systeme gab, die eine grafische Oberfläche einsetzen konnten). Durch den Apple wurde die GUI zu einer quasi unverzichtbaren Eigenschaft im Heimanwenderbereich (abgesehen von einigen wenigen Nerds, die auch heute noch zu Hause auf eine GUI verzichten). Und auch später hat sich Microsoft beim Windows Desktop von Mac OS inspirieren lassen – das beste Beispiel dazu ist wohl das aktuelle Windows 7.

Steve Jobs konnte der stark angeschlagenen Firma Apple nach seiner Rückkehr 1997 (nach internen Machtkämpfen wurde der Apple-Gründer 1985 vom Aufsichtsrat gefeuert) wieder einen erfolgreichen Weg weisen. Allerdings wurde Apple sehr schnell „abhängig“ von ihm, was sich daran bemerkbar machte, dass die Aktien immer dann fielen, wenn Steve Jobs aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste (oder es sonstige Spekulationen über seinen Gesundheitszustand gab). Im August 2011 trat Steve Jobs als Apple-Chef zurück und übergab Tim Cook seine Aufgaben.

Ich wünsche der Familie von Steve Jobs alles Gute! Und eins steht fest: durch sein Wirken hat sich Steve Jobs sehr wahrscheinlich unsterblich gemacht.

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