Die Geister, die ich rief…

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 4 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Seit einer Woche bin ich schon rauchfrei. Es geht mir gut damit. Meistens zumindest! Körperliche Entzugserscheinungen hatte ich so gut wie keine – jedenfalls habe ich nicht angefangen zu zittern oder bekam Kopfschmerzen. Ich war in den ersten Tagen ein wenig unkonzentriert, ok, aber das kann auch andere Ursachen gehabt haben.

Schlimmer sind die psychischen Entzugserscheinungen. Es gibt bestimmte Routinen, die man sich mit den Jahren an der Kippe antrainiert hat, wie die Zigarette nach dem Essen, die Zigarette auf dem Weg zur Arbeit, die Zigarette auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, die Zigarette, wenn man mal grad nicht weiter weiß und etwas braucht, um sich vom aktuellen Problem abzulenken… Die ganzen Ratgeber zum Thema „Rauchfrei“ sind sich einig, dass diese Gewohnheiten nach ca. drei Wochen abtrainiert sind. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich auch, dass das so ungefähr hinkommt, immerhin war mein vorletzter Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ja quasi erfolgreich (auch wenn ich so dumm war und nach 1 1/2 Jahren wieder zur Zigarette gegriffen habe). Also bin ich auch ganz zuversichtlich, dass ich nach Ablauf dieser drei Wochen (na, geben wir noch eine Woche Kulanzzeit drauf) nicht bei jeder Gelegenheit, bei der ich von irgendwas genervt bin oder bei der ich irgendwie eine Ablenkung brauche, an den Glimmstengel denke.

Immerhin habe ich in der letzten Nacht das erste Mal von meinem Rauchstopp geträumt. Und zwar habe ich im Traum einen Traum gehabt (ja, das klingt nach „Inception„), dass ich geraucht habe, bin aus diesem Traum erwacht und habe gedacht – „Mensch, hab ich jetzt wirklich…? Nein, ich hab doch aufgehört, ich habe nur geträumt!“ – und als ich letztendlich tatsächlich aufgewacht bin, war ich mir sicher, dass mein Hirn schon vorsichtig damit anfängt, zu akzeptieren, dass ich nicht mehr rauche. Das sind also die Geister und Dämonen der Nikotinsucht (Allen Carr nennt sie „Nikotinmonster“), die so langsam aber sicher merken, dass sie ausziehen müssen.

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