Großraumbüros

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 3 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Seit nun fast einem Jahr arbeite ich mit knapp 50 Kollegen zusammen in einem Großraumbüro. So ein Großraumbüro ist klasse. Es symbolisiert Offenheit, Teamgeist und Modernität. Es hat den Vorteil, dass man beinahe nichts verpasst und immer irgendwie an allem beteiligt ist. Kommunikation findet viel schneller statt, weil man nicht erst zu Telefon, E-Mail oder Instant Message greifen oder ins benachbarte Büro gehen muss. Ein Großraumbüro ist dynamischer, weil man in der Gestaltung der Tischanordnung freie Hand hat, ohne durch Wände begrenzt zu sein.

Aber Großraumbüros haben auch entscheidende und nicht zu verachtende Nachteile:
Je mehr Menschen in einem Raum sind, desto lauter wird es. Das ist ganz natürlich. Mit 50 Leuten kann das aber schon echt anstrengend werden. Ganz abgesehen von der normalen Lärmentwicklung gibt es aber immer wieder auch Kollegen, die durch Rücksichtslosigkeit glänzen, indem sie ihre Handys nicht lautlos, sondern auf volle Lautstärke stellen und am laufenden Band SMS oder WhatsApp-Nachrichten erhalten, so dass man ständig den virtuosen Klängen eben jener Apps ausgesetzt ist. Oder es wird ohne Kopfhörer irgendwelche Musik gehört oder Videos angeschaut, so dass das komplette Büro oder zumindest die unmittelbare Tischnachbarschaft unfreiwillig beschallt wird. Und manch einer erfreut die Kollegen mit unappetitlichen oder einfach nur nervigen Geräuschen (Pfeifen, Brummen, vor sich hin reden usw.). Abgesehen davon herrscht immer eine gewisse Hektik – ständig laufen Leute hin und her (hinter einem, vor einem, neben einem). Man hat niemals seine Ruhe, wenn man sich mal auf etwas konzentrieren muss. Und es ist ein unschönes Gefühl, wenn alle prinzipiell auf deinen Bildschirm schauen können. Dass man sich da recht schnell unwohl und gestresst fühlt, ist da nicht überraschend.

Wer ein eigenes Büro hat oder sich sein Büro nur mit bis zu drei Personen teilen muss, ist echt ein Glückspilz.

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