[Tech-Tipp] Windows Server 2012 Firewall und Linux Server LDAP-Abfrage

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 3 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Ausgangssituation: In unserer Serverumgebung haben wir als Domain-Controller Windows Server 2012 im Einsatz. Einige Dienste (bspw. Confluence, Jira, Fisheye) laufen auf Linux-Servern und rufen die User-Credentials per LDAP-Anbindung von den Domain-Controllern ab. In den Log-Dateien der Linux-basierten Dienste haben wir regelmäßig Timeouts bzw. fehlgeschlagene LDAP-Verbindungen gefunden. Außerdem war es häufiger nötig, die Linux-Dienste neu zu starten, damit eine Benutzeranmeldung (wieder) möglich war.

Lösung: nach einiger Recherche bin ich darauf gestoßen, dass die Firewall der Windows Server seit Windows Server 2008 einen so genannten Stealth-Mode besitzt. Soweit ich das verstanden habe, werden dadurch Verbindungen von Clients zum Server kurz verzögert oder bei zu vielen Anfragen (automatisierte Anfragen) abgelehnt. Dieser Stealth-Mode kann nur über eine Änderung an der Registry ausgeschaltet werden. Weitere Infos: http://technet.microsoft.com/en-us/library/dd448557%28WS.10%29)

HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\WindowsFirewall\DomainProfile

Hier einen neuen DWORD-Eintrag mit dem Namen „DisableStealthMode“ (Groß- und Kleinschreibung beachten) und dem Wert „1“ anlegen. Nach einem Neustart des Servers ist der Stealth-Mode für das Domänen-Profil der Firewall deaktiviert. Unter Umständen kann es notwendig sein, dass auch in den anderen Firewall-Profilen (falls angelegt und in Benutzung) dieser Eintrag gemacht werden muss.

Fazit: Seit der beschriebenen Änderung an den Domain-Controllern kommt es zu keinen Fehlermeldungen mehr und keiner der Linux-Server bzw. Linux-Dienste musste seitdem neugestartet werden.

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