Kurztest ESET Smart Security

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 2 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Der aktuelle Virenscanner auf meiner Test-Liste ist ESET Smart Security. Weil ich etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Testzeitraum um einen weiteren Monat verlängert. Das Unternehmen ESET sitzt in Bratislawa (Slowakei) und ist bereits seit 1992 in der Sicherheitsbranche tätig.

Für die Installation lädt man sich einen kleinen Installer herunter, der alle nötigen Dateien zur Installation anschließend herunter lädt. Man kann hier bereits einstellen, ob man ESET Live Grid, also eine Cloud-basierte Erkennung, aktivieren möchte und ob ESET auch PUPs (Potentially Unwanted Programs) erkennen soll. Bereits installierte Virenscanner werden nicht erkannt, man muss also manuell die alte Software deinstallieren.

Leider waren nach der Installation alle Autostart-Einstellungen meines Rechners zurückgesetzt, da ESET die Autostarts gerne selbst verwaltet. Das war für mich doof, aber zum Glück nicht so schlimm.

Es gab zudem noch ein paar weitere Dinge, die ich einstellen musste, damit ESET bei mir wie gewünscht läuft. Zunächst habe ich die Option „Prüfen im Leerlauf“ aktiviert, damit ESET nur dann einen normalen Scan durchführt, wenn ich den PC gerade nicht benutze. Eigentlich sollte das die Standardeinstellung sein. Als nächstes habe ich die Hinweise deaktiviert, da ESET mich sonst jedes Mal, wenn er die Signaturen aktualisiert hat, mit einem kleinen Popup gestört hat. Ebenso finde ich es störend, wenn ich meinen Rechner starte und dann für ein paar Sekunden das Startbild von ESET angezeigt wird. Auch den kann man zum Glück deaktivieren.

Die Virenerkennung hingegen war tadellos. Selbst bei Viren, die ich gerade erst per E-Mail erhalten habe und bei Virustotal nur von zwei bis vier Scannern erkannt wurden, war ESET meistens einer davon.

Es gab natürlich auch Fälle, in denen ESET noch keine Erkennungsregeln hatte. Ein Sample einzuschicken ist – wenn man gerade nicht an einem PC mit installiertem ESET sitzt – leider nur über den unkomfortablen Weg mit Passwort geschütztem ZIP per E-Mail möglich. Hier wünsche ich mir ein Webformular. Die Rückmeldung inkl. Beschreibung, welcher Virus erkannt wurde und dass die neue Erkennung bereits verfügbar ist, war jedoch nach 1 1/2 Stunden vorbildlich.
Ansonsten kann man eine verdächtige Datei bequem über die Benutzeroberfläche einreichen. Allerdings erhält man hier keine Rückmeldung.

ESET Smart Security bringt ein Firewall-Modul mit, das im Prinzip erstmal alles blockt, was nicht unbedingt nötig ist. Das ist schon mal gut. Blöd nur, wenn man von unterwegs per RDP auf seinen Rechner zu Hause zugreifen möchte, dafür aber keine Ausnahme eingestellt hat (obwohl ich nach der Installation darauf hingewiesen wurde, dass ich die Einstellungen nochmal prüfen sollte). Das ist dann aber meine Nachlässigkeit, denn von einer guten Software sollte man erwarten, dass erstmal nur Standardanwendungen freigegeben sind. Weitere Einschränkungen hatte ich nicht.

Der Webschutz funktioniert bei Malware- und Phishing-Links soweit ich erkennen konnte zuverlässig. Ein E-Mail-Schutz (Viren und Spam) ist ebenso vorhanden wie eine Kindersicherung. Die beiden Komponenten habe ich nicht weiter getestet, da sie für mich keine Rolle spielen, auch wenn ich zumindest den E-Mail-Schutz in einer Security-Suite erwarte. Der Viren- und Spamschutz integriert sich nahtlos auch in Microsoft Outlook.

Ebenfalls nicht getestet habe ich das Modul Anti-Theft, da ich mangels Android-Gerät oder Laptop die Software nicht testen kann. Es wird aber versprochen, dass auf dem Gerät die Webcam aktiviert wird und Screenshots angefertigt werden, sobald man es als vermisst meldet.

Schön ist, dass ESET sich gar nicht bemerkbar macht. Bei Vollbildanwendungen geht er automatisch in einen Ressourcen-schonenden „Gamer Modus“.

Mein Fazit: ESET ist ein guter Virenschutz, der bei der Erkennung von Viren hervorragende Ergebnisse liefert und auch sonst alles mitbringt, was man grundsätzlich von einer Security Suite erwarten kann.

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