Updates

Updates sind das A und O eines sicheren Systems. Das gilt nicht nur für Windows, sondern gleichermaßen für Mac und Linux. Neben den Updates für das Betriebssystem, sind auch Updates für installierte Software essentiell.

Einige Anwender scheuen sich davor, die Windows-Updates durchzuführen, da sie glauben, dass dabei persönliche Daten an Microsoft übertragen werden. Dieses Gerücht wurde vor vielen Jahren gestreut und ist bis heute nicht nachgewiesen. Wird es vermutlich auch nie. Windows-Update sammelt den aktuellen Stand der Windows-Version, die auf dem PC installiert ist, und wählt dafür die nötigen Updates aus. Ebenso kümmert es sich um die Aktualisierung von anderer Microsoft-Software (bspw. das Office-Paket) und optional auch von manchen Treibern. Nutzer vom Internet Explorer 10 bekommen außerdem den aktuellen Flash-Player über das Windows-Update.

Sicherheitslücken in Windows werden gerne ausgenutzt, um darüber die Computer zu kompromittieren. Diese werden regelmäßig von Microsoft durch Patches geschlossen, die über das Windows Update zur Verfügung gestellt werden. Jeder Windows-Nutzer sollte das Windows-Update deshalb mit den empfohlenen Einstellungen aktiviert haben, damit Updates rechtzeitig installiert werden können.

Das Haupteinfallstor sind jedoch Plugins wie Adobe Flash, Adobe Reader und Java. Für Flash gibt es leider keine Alternative, den Adobe Reader kann man durch den Foxit Reader ersetzen (oder das Plugin im Browser deaktivieren) und das Java-Plugin sollte man grundsätzlich im Browser deaktivieren. Google Chrome und Firefox haben in den aktuellen Versionen diesbezüglich auch eine Click-To-Play-Funktion eingebaut, so dass man Java erst explizit erlauben muss, bevor es ausgeführt wird. Wer Java gar nicht benötigt, sollte es am besten komplett deinstallieren.

Natürlich ist es mühselig, für jedes Programm die aktuelle Version zu finden und zu installieren. Abhilfe schafft hier das kleine, aber sehr nützliche Tool ninite. Dort klickt man sich die benötigte Software zusammen und lädt anschließend einen Installer herunter, der die komplette Arbeit übernimmt. Ist eine ausgewählte Software nicht vorhanden, wird sie installiert. Ist sie vorhanden, wird geprüft, ob eine aktuellere Version vorliegt und ggf. ein Update ausgeführt. Den Installer muss man übrigens nicht jedesmal erneut erstellen, sondern man kann den heruntergeladenen Installer immer wieder verwenden, so lang man nicht eine weitere Software diesem Automatismus hinzufügen möchte.

Da ninite nur eine kleine Auswahl an Software abdeckt, empfiehlt sich das Tool Personal Software Inspector (PSI) vom Sicherheitsdienstleister Secunia. Das Programm bleibt wie ein Wächter aktiv im Hintergrund und überwacht das System auf veraltete Software. Optional kann man hier auch die automatische Installation von Updates aktivieren. Ich habe dabei nur die Erfahrung gemacht, dass ich plötzlich englischsprachige Software hatte, die ich zuvor auf deutsch installiert hatte.

Zum Thema „Updates“ gehört auch die Windows-Version, die genutzt wird. Windows XP hat aufgrund seiner Beliebtheit von Microsoft einen extra-langen Support-Zeitraum spendiert bekommen, der am 8. April 2014 jedoch endet. Das bedeutet, dass danach keine Updates für Windows XP mehr erscheinen. Wer jetzt noch mit Windows XP arbeitet, sollte sich darauf einstellen, zu einer neueren Windows-Version zu wechseln. Vorzugsweise empfiehlt sich hier Windows 8 Pro. Der Wechsel bringt neben der Versorgung mit Updates aber auch den Vorteil, dass eine ganze Menge an Sicherheitsfunktionen, die erst in den Windows-Generationen nach XP eingeführt worden sind, dort enthalten sind. Der Nachteil ist möglicherweise, dass man sich neue Hardware anschaffen muss (aber wer einen 10 Jahre alten PC hat, wird sich das vermutlich sowieso überlegen). Außerdem muss man sich bei der Bedienung etwas umgewöhnen.

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