Spam melden

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T-Online & Co.

Die meisten ISPs (Internet Service Provider – zum Beispiel T-Online) und Anbieter für Mail-Dienste haben eine Adresse, an die man sich bei Spamming wenden kann. In den meisten Fällen ist es abuse@domain (z.B. abuse@t-online.de), jedoch gibt es auch Ausnahmefälle, wo man erst recherchieren muss, um die richtige Adresse zu erfahren. Dorthin leitet man die erhaltene Spam-Mail inklusive Header weiter.

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass eine Spam-Mail, die meinetwegen von Kontaktservice5324@t-online.de kommt, nicht unbedingt von einem T-Online-Kunden versendet wurde. Es ist leider sehr einfach, Mail-Adressen zu fälschen. Daher sollte man sich den Header der Mail ansehen, um mehr Informationen zu bekommen. Wichtig ist auch, dass man bei unseriös wirkenden ISP’s abwägt, ob eine Absue-Nachricht überhaupt ernst genommen wird oder ob es sich gar um den Spammer selbst handelt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Abuse-Nachrichten an Anbieter aus dem osteuropäischen und dem gesamten asiatischen Raum in der Regel nutzlos sind und vermutlich gar nicht zur Kenntnis genommen werden.

Die Spam-Polizei

Um diesen Weg zu vereinfachen, gibt es eine Online-Lösung, die sich mit dem Programm Mailwasher (siehe Radikal) hervorragend ergänzt. Diese Online-Lösung nennt sich SpamCop. Dort muss man sich, sofern man einen Spam-Report senden will, registrieren. Diese Registrierung ist jedoch kostenlos, man kann aber auch einen geringen Beitrag zahlen, um die Weiterentwicklung zu fördern und einige zusätzliche Optionen zu erhalten. SpamCop wertet den Header und den Inhalt der Mail aus und informiert die jeweiligen Abuse-Services über den Spam, so dass diese dann weitere Schritte unternehmen können. Da bei SpamCop zur Auswertung des Spams der komplette Header und der Inhalt (Source-Code einer Mail) benötigt werden, ist die Vorschau-Funktion des vorgestellten Programmes Mailwasher ganz praktisch

Wie alles im Leben, hat auch SpamCop seine zwei Seiten. Leider erzielt SpamCop keine 100%ige Trefferquote, dass möglicherweise auch mal der Falsche eine Beschwerdemail erhält. Im schlimmsten Fall bekommt sie der Spamer zugesandt, womit man seine Mail-Adresse wiederum verifiziert hat. Daher ist es von Vorteil, bei SpamCop darauf zu achten, an welche Adressen dieser die Beschwerden senden möchte.

Wettbewerb &, Datenschutz

Ist der Spammer eindeutig aus Deutschland, hilft es, sich bei der Wettbewerbszentrale zu beschweren. Die kümmert sich um Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Ob es nun im Briefkasten, an der Bushaltestelle oder in der Mailbox ist, was wettbewerbswidrig ist – alles an die Wettbewerbszentrale melden. Dort gibt es ein Formular, das ausgefüllt werden muss. Die Wettbewerbszentrale leitet das Anliegen dann an den jeweilig zuständigen Juristen weiter. Wenn die Sache bearbeitet wird, erhält man eine Aufforderung, eine eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben. Diese Aufforderung wird entweder per Mail oder per Post zugeschickt. Schickt man diese Versicherung an den Juristen zurück, wird dieser das werbende Unternehmen abmahnen.

An den Datenschutzbeauftragten kann man sich ebenfalls wenden. Nach meiner Erfahrung reicht es vollständig aus, diesem den Sachverhalt zu schildern, damit er sich mit dem werbenden Unternehmen in Verbindung setzt. Eine Liste der Datenschutzbeauftragten der jeweiligen Länder ist hier zu finden. Man wendet sich in der Regel an den Datenschutzbeauftragten des Bundeslandes, in dem der Spammer sitzt.

3 Gedanken zu „Spam melden

    • Es gibt zB spam-krokodil.de oder auch den burrenblog als deutschsprachige Seiten, auf denen man Spam melden kann.

  1. Spam Krokodil schicke ich meine Spam Mails seit ein paar Monaten. Hatte erst eine Weile nichts gehört, dann aber die Nachricht bekommen dass zwei der Spammer eine Unterlassungserklärung abgegeben haben. Von denen habe ich dann nie wieder etwas gehört. 🙂

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