Tech-Tipp: Opera ist schwarz

Analog zu dem Thema Google Chrome ist schwarz kann das Problem auch bei Opera auftreten, da die aktuelle Version von Opera auch auf WebKit als HTML-Engine setzt. Ich musste in der Konfig-Datei, die auch hier glücklicherweise „Local State“ heißt, nur folgende Zeilen mit einem Texteditor einfügen:

"hardware_acceleration_mode": {
      "enabled": false
},

Diesen Eintrag habe ich gleich unter die Zeile

"hardware_acceleration_mode_previous": true,

eingefügt.

Die Datei „Local State“ ist unter folgendem Pfad zu finden:
C:\Users\[Profilname]\AppData\Roaming\Opera Software\Opera Stable

Wenn man noch alles sehen kann und die Hardwarebeschleunigung für Opera präventiv ausschalten möchte, findet man die entsprechende Einstellung über das Opera-Menü unter „Einstellungen“ – dort „Erweiterte Einstellungen anzeigen“ aktivieren und dann im Abschnitt „Betriebssystem“ das Häkchen entfernen.

Internet ist langsam!

„Arne, du weißt doch immer Bescheid. Kannste mal gucken? Mein Internet ist echt langsam!“

Ok, erstmal geschaut, wie sich das ganze äußert. Es dauert länger als gewöhnlich, bis eine Internetseite aufgebaut wird. Manche Seiten gehen schneller, andere brauchen 5-6 Sekunden, bis man überhaupt was sieht. Virenscanner und Personal Firewall (GDATA InternetSecurity) auszuschalten hatte nichts gebracht.

Meine erste Vermutung, dass es vielleicht mit dem in der Fritzbox eingestellten Google-DNS (statt des vom Provider zugewiesenen DNS) zusammenhängen könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Der Gedanke ist nicht ganz abwegig, so hatte ich das Problem, dass zum Beispiel iTunes nur sehr träge lief, bis ich den DNS umgestellt hatte (bspw. hier erwähnt: https://discussions.apple.com/thread/3884143?start=30&tstart=0).

Mit dem vom Provider zugewiesenen DNS ging es aber auch nicht besser, also weiter geprüft. Erstmal ein Traceroute auf eine Internetseite. Ok, das Gateway antwortet nicht so schnell, aber kann es wirklich das Problem sein? Test vom Laptop aus: ebenfalls schlechter Seitenaufbau. Ich teste also auch nochmal von meinen eigenen Geräten (iPhone und iPad): Seitenaufbau so, wie er sein soll. Also doch nicht der Internetanschluss.

Ich teste es nochmal selber mit abgeschalteter Firewall und Virenscanner: immer noch langsam. Statt Firefox mal Google Chrome getestet: geht gar nicht. Die Verhaltensüberwachung von GDATA, die ich bei mir aufgrund von extremer Unzulänglichkeiten in Verbindung mit Google Chrome deaktiviert habe (braucht man als erfahrener Nutzer ja eigentlich sowieso nicht), erkennt Chrome als schädlich und blockiert Chrome deshalb erstmal. Ich schalte die Verhaltensüberwachung aus und bleibe mit dem Blick an dem Punkt „Webschutz“ hängen. Ja klar, wenn man den Wächter deaktiviert, wird ja nicht der komplette Virenscanner deaktiviert, sondern die übrigen Module laufen weiter. So auch der Webschutz, der sich als Proxy zwischen Browser und Server schaltet. Ist der Webschutz deaktiviert, funktioniert der Seitenaufbau aller Internetseiten tadellos. Ist er an, wird der Seitenaufbau langsam. Also Webschutz deaktivieren (hab ich bei mir zu Hause auch – erfahrener Nutzer und so…).

Mein Fazit: GDATA AntiVirus ist brauchbar, wenn man zusätzliche Sicherheitsoptionen wie die Verhaltensüberwachung und den Webschutz deaktiviert. Ansonsten hat man gute Chancen, dass man sich wegen irgendwas ärgert. Der Virenscanner reicht in aller Regel vollkommen aus.

Ein teureres Security-Komplett-Paket (also Virenscanner UND Firewall) ist allgemein unnötig (egal welcher Hersteller), da der Ottonormalverbraucher gar nicht genau weiß, wie er damit umgehen muss, und der erfahrene Anwender, der damit umgehen könnte, per se sowas nicht nötig hat.

Tech-Tipp: Google Chrome ist schwarz

Mit mehreren Monitoren hat man unter Umständen das Problem, wenn die Grafikkarte zu schwach ist, dass Google Chrome einfach nur ein schwarzes Bild  anzeigt. Man kann Chrome in dem Fall zwar theoretisch noch bedienen, aber es bleibt ein Blindflug. Besonders ärgerlich ist es, wenn Chrome bisher funktionierte und erst nach einem Update schwarz bleibt. Chrome lässt sich mit einem Klick ganz oben rechts immer noch beenden (manchmal wird immerhin die Titelleiste mit dem X noch angezeigt) oder man schießt ihn sich über den Taskmanager ab. Aufgefallen ist das Problem erst mit der aktuellen Version 36.0.1985.125.

Man kann nun Google Chrome deinstallieren und eine ältere Version, die noch funktioniert hat, installieren, sofern man eine findet. Dann sollte man, bevor der Browser sich selbst updatet, in den Einstellungen von Chrome die Hardwarebeschleunigung ausschalten:

2014-07-21 14_20_37-

2014-07-21 14_14_53-Einstellungen

2014-07-21 14_15_17-Einstellungen

Oder man öffnet die Datei „Local State“ mit einem Texteditor (die Datei findet man unter C:\Users\[Profilname]\AppData\Local\Google\Chrome\User Data\) und sucht dort folgenden Eintrag:

"hardware_acceleration_mode": {
 "enabled": true

Den Wert true ändert man einfach auf false. Die Datei speichern und schon läuft Google Chrome wieder.