Abmahnung? STFU!

Normalerweise sollte man doch davon ausgehen, dass allgemeine Begriffe oder auch übliche Abkürzungen als Anmeldung für einen Markennamen keinen Bestand haben. Ein Beispiel ist der Begriff „Explorer“, der vor längerer Zeit mal von dem legendären Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth, der sich vor fast genau einem Jahr das Leben nahm, mal als Markenname verteidigt wurde – letztendlich ohne Erfolg.

„Schmutzige“ Methoden sind bei vielen Anwälten aber ganz normal. Gravenreuth war da keine Ausnahme. Man denke an die Anwälte von den Abofallen-Betrügern wie Olaf Tank aus Osnabrück oder Katja Günther aus München. Inzwischen ist es um die Abofallen recht ruhig geworden. Auf sich aufmerksam macht jetzt aber der ebay-Händler golden-island24, der sich die im Internet allgemein bekannte Abkürzung STFU („Shut The Fuck Up“ – auf deutsch sinngemäß „Halt’s Maul“) als Marke registriert hat und nun offenbar damit beginnt, Nutzern dieser Abkürzung Abmahnungen zu schreiben. So geschehen mit dem Geekstore getDigital.de.

Bei getDigital.de kann man übrigens auch das wunderbare „STFU – Abgemahnt“-T-Shirt exklusiv käuflich erwerben 😉

Wir wollen nicht hoffen, dass es Schule macht und sich jeder Depp nun irgendwelche Abkürzungen wie IANAL (I Am Not A Lawyer – Ich bin kein Anwalt), LOL (Laughing Out Loud – Lautes Lachen), ROFL (Rolling On the Floor Laughing – Vor Lachen auf dem Boden kugeln) oder IMHO (In My Humble Opinion – Meiner bescheidenen Meinung nach) als Marke schützen lässt.

Kostenlose Hotline für Opfer von Abofallen und Betrug im Internet

Mein Anwalt Thomas Meier aus Berlin hat vor kurzem eine kostenlose Hotline für diejenigen eingerichtet, die auf Abofallen hereingefallen sind oder Opfer anderer betrügerischer Machenschaften im Internet geworden sind.

Weitere Infos gibt es hier: kostenlose Hotline für Opfer von Abofallen eröffnet

Abofallen und ihre rechtlichen Konsequenzen

In den Medien wird häufig von Abo-Fallen berichtet. Damit werden u.a. die Internetseiten gemeint, bei denen man ein vermeintlich kostenloses Angebot nutzt, ohne zu wissen, dass man mit der Übermittlung seiner Daten ein meist 2jähriges Abonnement abschließt, welches man im Voraus zu zahlen hat. Einen Mehrwert, der die Summen um die 200 € rechtfertigt, bieten solche Seiten nicht.

Rechtsanwalt Thomas Meier, der mich selbst schon in privaten Streitfällen vertreten hat, hat sich auf solche Fälle spezialisiert. Wer also einen rechtlichen Beistand in einer Abo-Fallen-Sache in Anspruch nehmen möchte, dem kann ich wärmstens empfehlen, sich mit ihm in Verbindung zu setzen.

Seine Webseite ist unter http://www.kanzlei-thomas-meier.de zu finden.