Testsieger meiner Virenscanner-Testreihe

Einen wirklichen Testsieger habe ich nicht ausmachen können. Viele Programme haben ihre Vor- und Nachteile. Letztlich habe ich mich zwischen GDATA, Bitdefender, Kaspersky und ESET entschieden. Warum diese Auswahl? Natürlich habe ich mich auch von den Testergebnissen bei AV-Comparatives und AV-Test beeinflussen lassen. Ebenso habe ich ein wenig auf den Preis geguckt. Da mir weitere Features wie Firewall, Kindersicherung und so weiter nicht so wichtig sind, stand auch nur der Virenscanner an sich im Vordergrund. Und da haben diese vier einfach den besten Eindruck hinterlassen, auch wenn ESET bei den Ergebnissen auf den oben genannten Seiten nicht ganz so gut abgeschnitten hat. GDATA habe ich trotz meiner teilweise nicht zufriedenstellenden Erfahrungen trotzdem mit in die enge Auswahl genommen, weil ich es schon so lange verwendet habe. Norton hingegen habe ich ausgeschlossen, da ich immer noch nicht ganz versöhnt bin und auch die Reaktionszeiten auf Einsendungen von Samples deutlich zu groß waren.
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Kurztest avast! Premier

Der nächste Virenscanner in meinem Test-Marathon war avast! Premier. Die Virenspezialisten haben ihren Sitz in Tschechien und sind seit 1988 in der Branche tätig.

Den avast! Virenscanner gibt es auch in einer kostenlosen Variante, mich interessierte aber natürlich das komplette Paket mit allen Funktionen.

Die Installation war simpel. Ich habe einen Installer herunter geladen, der sich dann alle nötigen Dateien von den Avast-Servern abgeholt hat. Bei der Installation konnte ich auswählen, welche Module installiert werden sollen. Schade, dass bereits installierte Virenscanner nicht erkannt werden.

avast! erkennt automatisch (offenbar anhand meiner Browser-Settings), dass ich ein Google-Konto habe und ein Android-Gerät besitze. Mir wird hier direkt vorgeschlagen, die avast!-App auf meinem Smartphone zu installieren. Ich verneine dies aber, da ich bereits andere Sicherheitslösungen dafür habe.

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Kurztest ESET Smart Security

Der aktuelle Virenscanner auf meiner Test-Liste ist ESET Smart Security. Weil ich etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Testzeitraum um einen weiteren Monat verlängert. Das Unternehmen ESET sitzt in Bratislawa (Slowakei) und ist bereits seit 1992 in der Sicherheitsbranche tätig.

Für die Installation lädt man sich einen kleinen Installer herunter, der alle nötigen Dateien zur Installation anschließend herunter lädt. Man kann hier bereits einstellen, ob man ESET Live Grid, also eine Cloud-basierte Erkennung, aktivieren möchte und ob ESET auch PUPs (Potentially Unwanted Programs) erkennen soll. Bereits installierte Virenscanner werden nicht erkannt, man muss also manuell die alte Software deinstallieren.

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Kurztest Norton Security mit Backup

Norton AntiVirus war mein erster Virenscanner ever. Die Jungs vom amerikanischen Unternehmen Symantec genossen vor 20 Jahren mein Vertrauen. Das änderte sich Anfang des Jahrtausends, als Norton AntiVirus immer Ressourcenhungriger wurde und sich nur schlecht deinstallieren ließ. Nach nun ungefähr 12 Jahren habe ich Norton AntiVirus bzw. dem Komplettpaket Norton Security mit Backup wieder eine Chance gegeben. Und ehrlich gesagt bin ich einigermaßen positiv überrascht.

Die Installation lief problemlos. Ich konnte hier allerdings nicht auswählen, welche Komponenten ich installieren will. Somit ist das komplette Paket auf dem PC gelandet. Außerdem gibt es keine Erkennung von anderen installierten Virenscannern. F-Secure musste ich also manuell deinstallieren.

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Kurztest F-Secure SAFE

Ein Monat ist wieder vorbei, eine andere Sicherheitssoftware ist getestet. Diesmal hatte ich mich für F-Secure entschieden. Ich hatte vor einigen Jahren schon mal eine F-Secure-Lizenz (nur AntiVirus), aber seitdem hat sich ja auch einiges getan. Natürlich habe ich auch hier das größte zur Verfügung stehende Paket gewählt, auch wenn sich diese Wahl letztendlich als nutzlos erwiesen hat, da die Vorteile von SAFE gegenüber Internet Security sich eigentlich nur darauf begrenzen, dass ich mit der Lizenz auch meine Android-Geräte schützen könnte, sofern ich welche besitzen würde. Letztendlich ist dies hier also doch nur ein Test von F-Secure Internet Security.

„Der weltweit beste Schutz“ (Slogan) kommt aus Finnland und konnte im Test bei der Virenerkennung bei den bisherigen Kandidaten mithalten. Es ist auch kaum verwunderlich, denn die Unterschiede unter den Top-Virenscannern sind bei Erkennungsraten nur wenige Prozentpunkte, wenn man unabhängige Tests bspw. von av-comparatives.org betrachtet. Aktuelle Viren, die ich per Mail bekommen habe, wurden anstandslos erkannt. Es gibt ein Webformular zum Übermitteln von Samples – um eine Rückmeldung zu bekommen, muss man sich dort jedoch registrieren. „Leider“ habe ich im Testzeitraum keine unbekannten Viren erhalten, so dass ich nicht ausprobieren konnte, wie schnell F-Secure auf Einsendungen reagiert. Ich werde das nachholen und hier als Update einfügen.

[Update 12.01.2015 15:30] Heute konnte ich ein Sample einer noch nicht erkannten Malware einsenden. Die Antwort, dass es nun als schädlich erkannt wird, kam nach ca. 20 Minuten. So eine schnelle Reaktion hatte ich bisher noch bei keinem anderen getesteten Anbieter. Super! [Update Ende]

Schön war, dass der Installer bereits installierte Virenscanner erkennt und die Deinstallation anbietet. Dabei wird das normale Deinstallationsprogramm des jeweiligen Virenscanners gestartet. Performance-Probleme hatte ich während des Testzeitraums keine. Die Standardeinstellungen musste ich nicht ändern. Hier also „Daumen hoch“.

Für eine Internet Security Suite ist F-Secure allerdings sehr schwach ausgestattet. Die Firewall-Funktion besteht nur aus einer Integration der Windows-Firewall. Das ist an sich nicht schlecht, denn die Windows Firewall ist sehr solide. Dafür allerdings zusätzlich Geld zu verlangen finde ich übertrieben, da es keinen besonderen Mehrwert gibt – zumindest habe ich keinen gefunden.

Vermisst habe ich auf jeden Fall eine Antispam-Funktion und einen Mailschutz. Gut gelungen – wenn auch für mein Empfinden manchmal etwas zu aufdringlich – ist der Schutz von Kreditkartendaten und Daten zum Onlinebanking. Der beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Browser, sondern erkennt auch andere Anwendungen, über die solche Daten abgefragt werden und fragt entsprechend nach Erlaubnis.

Weitere Funktionen gibt es aber nicht. Im Grunde ist F-Secure SAFE nur ein Virenscanner mit ein paar weiteren Funktionen. Mehr als die Basisversion F-Secure AntiVirus sollte man sich m.E. also nicht kaufen, außer man legt Wert auf eine Kindersicherung und den Schutz für Online-Shopping und Online-Banking. Hier bieten allerdings Lösungen von anderen Anbietern noch mehr Funktionen.